Prof. Kai Sundmacher wurde in die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften aufgenommen

Wegweiser in der Digitalisierung der Systemverfahrenstechnik und Prozesstechnik

11. Juni 2021

Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und Leiter des Lehrstuhls für Systemverfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wurde am 5. Juni 2021 als Ordentliches Mitglied in die Technikwissenschaftliche Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) aufgenommen.

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften wählt ihre Mitglieder aus dem gesamten Bundesgebiet und aus dem Ausland. Zum Mitglied kann berufen werden, wer sich durch wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet hat.

Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg, wurde in die Technikwissenschaftliche Klasse der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

„Kai Sundmacher ist auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik in ungewöhnlicher Weise breit aufgestellt und gehört weltweit zu den führenden Wissenschaftlern seiner Disziplin. In den vergangenen Jahrzehnten hat er zahlreiche Arbeiten zur chemischen und thermischen Verfahrenstechnik bis hin zur Partikeltechnik – hier insbesondere zur Kristallisation und zur Fällung von Nanopartikeln – vorgelegt. Seit vielen Jahren erforscht er Brennstoffzellen und Elektrolysereaktoren und leistet so grundlegende Beiträge zur Energietechnik und zur technischen Elektrochemie.”, heißt es in der Begründung der BBAW.

Ein zentraler Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Modellierung, der Simulation und Optimierung komplexer chemischer Prozesse. Damit hat er bereits zu einem sehr frühen Zeitpunkt wegweisend zur Digitalisierung in der Verfahrenstechnik beigetragen. Systemtheoretische Ansätze zur Beschreibung komplexer Produktionsnetzwerke sind in den letzten Jahren zu einem weiteren Schwerpunkt seiner Forschungstätigkeit geworden. Kennzeichnend für Kai Sundmacher ist sein breites Arbeitsgebiet, das er ausgehend von der chemischen Prozesstechnik systematisch und sehr zielgerichtet in angrenzende Gebiete bis hin zum modellgestützten Entwurf von Energieumwandlungssystemen und zur Synthese von künstlichen Zellen erweitert hat.“

„Seine Publikationsleistungen sind in den Ingenieurwissenschaften herausragend: Neben einer Vielzahl einzelner Beiträge ist Kai Sundmacher Autor von fünf Fachbüchern, welche sich von der klassischen Verfahrenstechnik über die Energieforschung mit Brennstoffzellen bis hin zu Netzwerktheorien erstrecken und zu Standardwerken avancierten.“, schreibt die BBAW weiter in ihrer Laudatio.

Die Aufnahme fand im Rahmen der Leibniztages der BBAW am 5. Juni 2021 in Berlin statt.

Vita Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher

Kai Sundmacher wurde 1965 in Hildesheim geboren. Von 1984 bis 1990 studierte er Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der Leibniz Universität Hannover und an der Technischen Universität Clausthal, wo er 1995 promovierte. Auslandserfahrung sammelte er an der University of Newcastle in Großbritannien. 1999 wurde er auf den Lehrstuhl für Systemverfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen, den er seitdem leitet. 2001 wurde Kai Sundmacher zum Direktor und Wissenschaftlichen Mitglied am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg berufen.

Für seine Forschungsergebnisse wurde Kai Sundmacher mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Carl-Zerbe-Preis der Deutschen Wissenschaftlichen Gesellschaft für Erdgas, Erdöl und Kohle (1998), dem Arnold-Eucken-Preis des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI, 1999), dem Meyer-Struckmann-Preis der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (2008) sowie der Einstein-Professur der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (2009).

Über die BBAW

Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften ist mit ihren rund 300 gewählten Mitgliedern – herausragende Vertreter ihrer Disziplin – eine Fach- und Ländergrenzen überschreitende Wissenschaftlervereinigung. In interdisziplinären Arbeitsgruppen und Initiativen befassen sich die Akademiemitglieder gemeinsam mit externen Fachkollegen und Nachwuchswissenschaftlern mit Zukunftsfragen unserer Gesellschaft.

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