Beiträge über die Forschung am MPI Magdeburg

MaxPlanckForschung: Das Forschungsmagazin der Max-Planck-Gesellschaft

Auch die chemische Industrie muss sich in den kommenden Jahren und Jahrzehnten von fossilen Rohstoffen verabschieden – um den Ausstoß von Treibhausgasen, aber auch Abfall zu vermeiden. Am Magdeburger Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme unterstützen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Transformation mit zahlreichen Projekten.
Recycling ist bislang vor allem bei Papier und Plastik ein Thema, wiederverwerten lässt sich aber auch CO2 –  zum Beispiel als Methan, der Hauptbestandteil von Erdgas. Ein Team des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg hat einen Prozess entwickelt, der die CO2-Methanisierung auch großtechnisch ermöglicht. Das Verfahren könnte dazu beitragen, den Einsatz  fossiler Rohstoffe zu reduzieren.
Impfstoffe gegen einige lebensbedrohliche Infektionen könnten künftig besser verfügbar werden. Ein Team um Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg hat nun Gelbfieber- und Zikaviren, wie sie für Lebendimpfstoffe verwendet werden, in Bioreaktoren mit Kulturen von Entenzellen erzeugt.
Wissenschaftler haben erstmals Zikaviren in größeren Mengen mittels Hochzelldichte-Kultivierung im Labor vermehrt. Dank der Erkenntnisse können Forscher nun weitere Studien zum Zikavirus durchführen - eine wichtige Voraussetzung für die Produktion von Impfstoffen.
Wenn eine weltumspannende Pandemie durch Grippeviren droht, könnte die Impfstoffproduktion an ihre Grenzen kommen. Denn der Grippeimpfstoff wird heute größtenteils noch in bebrüteten Hühnereiern erzeugt. Udo Reichl, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, und seine Mitarbeiter erforschen daher eine vollautomatische Produktion in Zellkulturen, die im Krisenfall Impfstoff in großer Menge liefern soll.
Normalerweise arbeiten Peter Benner und seine Kollegen vom Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg an komplizierten numerischen Methoden, um die Regelung und Steuerung technischer Systeme und Anlagen zu optimieren. Doch jüngst kam ihre Forschung in einem politischen Konflikt zum Einsatz. Es ging um Drogenanbau, Pestizide und Grenzverletzungen in Südamerika.
Holzabfälle und Stroh bergen wertvolle Substanzen für die chemische Industrie, die Chemiker des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr und des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg gewinnen wollen. Die Forscher suchen nach Mitteln, Biomasse in nützliche chemische Verbindungen zu verwandeln und diese als Energieträger oder Rohstoffe zu nutzen.
Wirklich sauber arbeiten Brennstoffzellen nur, wenn sie Stoffe aus regenerativen Quellen umsetzen – zum Brenngas aus Biomasse. Das soll das Forschungsprojekt ProBio ermöglichen.
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