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Gabriele Ebel, M.A.
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Auszeichnung für grundlegende Forschungsarbeiten in der Verfahrenstechnik

Prof. Andreas Seidel-Morgenstern mit Emil Kirschbaum-Medaille 2016 geehrt

13. September 2016

Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und Inhaber des Lehrstuhls für Chemische Verfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg, wurde heute für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik geehrt. Im Rahmen der ProcessNet-Jahrestagung in Aachen wurde ihm die Emil Kirschbaum-Medaille verliehen. ProcessNet ist die deutsche Plattform für Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen und Technische Chemie.
Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max Planck Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg Bild vergrößern
Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, Direktor am Max Planck Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg [weniger]

Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern, 60, Leiter der Fachgruppe Physikalisch-Chemische Grundlagen der Prozesstechnik am Max-Planck-Institut Magdeburg, forscht an der Trennung von komplexen Molekülen aus Stoffgemischen durch Kristallisation und Chromatographie. Für die Herstellung von pharmazeutischen Wirkstoffen müssen zum Beispiel zahlreiche Enantiomere (spiegelbildlich zueinander aufgebaute Moleküle) in reiner Form gewonnen werden. Seine aktuellen Forschungsprojekte haben unter anderem die Aufreinigung von Naturstoffen wie Artemisinin, dem derzeit wirksamsten Malariawirkstoff, zum Ziel.

"Seine innovativen Ansätze zur Charakterisierung von Phasengleichgewichten und Transportvorgängen haben die Verfahrenstechnik nachhaltig beeinflusst.“ heißt es in der Begründung von Process-Net und DECHEMA e.V. Im Rahmen der Eröffnung der ProcessNet-Jahrestagung am 13. September 2016 in Aachen wurde Andreas Seidel-Morgenstern für seine Verdienste auf dem Gebiet der Verfahrenstechnik geehrt. ProcessNet ist eine gemeinsame Initiative von DECHEMA e.V. (Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie) und VDI-GVC (VDI-Gesellschaft Verfahrenstechnik und Chemieingenieurwesen). Die Medaille wird seit 1991 mindestens alle drei Jahre verliehen.

Vita Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern

Andreas Seidel-Morgenstern, geboren 1956 in Mittweida, hat Verfahrenstechnik an der TH Leuna-Merseburg studiert, 1987 am Zentralinstitut für Physikalische Chemie der Akademie der Wissenschaften der DDR in Berlin (ZIPC) promoviert und sich 1994 an der TU Berlin habilitiert.

Von 1982 bis 1991 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am ZIPC tätig. 1991 bis 1992 weilte er im Rahmen eines Forschungsaufenthaltes an der University of Tennessee. Von 1992 bis 1994 forschte er am Institut für Technische Chemie der TU Berlin.

Nach einer Tätigkeit bei der Schering AG in Berlin wurde er im Jahre 1995 auf die Professur für Chemische Verfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg berufen und 1998 zum Auswärtigen Wissenschaftlichen Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft gewählt. Im selben Jahr übernahm er die Leitung der Fachgruppe Physikalisch-Chemische Grundlagen der Prozesstechnik am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg. Seit 2002 ist er Wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut Magdeburg. Seit 2013 ist Andreas Seidel-Morgenstern Sprecher der International Max Planck Research School for Advanced Methods in Process and Systems Engineering Magdeburg.

Seit 2016 ist Andreas Seidel-Morgenstern Vizepräsident der International Adsorption Society (IAS). Darüber hinaus ist er Mitglied in der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech sowie Ehrendoktor der University of Southern Denmark in Odense, Dänemark, und der Lappeenranta University of Technology in Lappeenranta, Finnland.

Über ProcessNet

ProcessNet ist die deutsche Plattform für Verfahrenstechnik, Chemieingenieurwesen und Technische Chemie. Ziel ist es, aktuelle Fragestellungen zu diskutieren, wissenschaftliche Trends zu identifizieren und Fachleuten aus der gesamten Verfahrenstechnik und chemischen Technik eine fachliche Heimat zu bieten.

In den Gremien von ProcessNet sind über 5.000 Mitglieder aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung organisiert. Sie treffen sich regelmäßig zum fachlichen Austausch und organisieren zahlreiche Veranstaltungen zum fach- und branchenübergreifenden Informationsaustausch.

Größte Veranstaltung ist die alle zwei Jahre stattfindende ProcessNet-Jahrestagung mit weit über 1.000 Teilnehmern.

 
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