Heimspiel Wissenschaft: Alexander Klimek zu Gast in seinem Heimatort Eilsleben

Alexander Klimek vom Max-Planck-Institut in Magdeburg gab am 3. September 2026 vor heimischem Publikum einen Ausblick auf zukünftige Produktionswege von nachhaltigen Flugkraftstoffen

4. September 2026

Um das Rathaus der Gemeinde Eilsleben herrscht zum Feierabend geschäftiges Treiben, aus der Bibliothek dringen noch quirlige Kinderstimmen, im Nachbargarten schnattern Hühner und Gänse. Das Gemeindezentrum liegt bereits in der Abendsonne, doch die Türen zum Saal sind am Abend dieses 3. September 2026 geöffnet für das „Heimspiel Wissenschaft“.

Der Wissenschaftler Alexander Klimek ist zu Gast in seinem Heimatort Eilsleben und spricht über seine Forschung zur Produktion von nachhaltigen Flugkraftstoffen. Er kennt die Besucherinnen und Besucher aus seiner Familie, aus seinem Heimatdorf, aus seinem Fußballverein, aus seiner Schule. Und die Gäste wirken neugierig auf das, was Alexander Klimek ihnen zu erzählen hat.

Mehr als vierzig Gäste sind der Einladung gefolgt, über Forschung zu sprechen mit einem Menschen, den sie kennen. Alexander Klimek erklärt seinem Publikum seine tägliche Arbeit anschaulich und interaktiv und nimmt sie mit auf seinen Weg von seiner Schulzeit in der Börde, sein Studium an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg bis in sein Büro und seine gegenwärtigen Aufgaben als Doktorand am Max-Planck-Institut in Magdeburg.

Seine mathematischen Berechnungen an seinem Computer werden hier greifbar. Er optimiert mit Hilfe von verschiedenen mathematischen Methoden und künstlichen neuronalen Netzen tausende Stellschrauben und hunderte Ja-Nein-Entscheidungen, um den kostengünstigsten Herstellungsweg für Kerosin auf Basis von atmosphärischem CO2 zu finden.

Mehrmals bindet er seine Zuhörerinnen und Zuhörer in kurze Online-Umfragen ein. Sie zücken ihre Smartphones und setzen sich mit Fragen auseinander, womit sich Verfahrenstechnikerinnen und -techniker beschäftigen, welchen CO2-Fußabdruck ein Kurzstreckenflug verursacht bis hin zum günstigsten Preis für ein Flugticket mit nachhaltigem Kerosin. Im Anschluss ist noch genug Zeit, um auf offene Fragen aus dem Publikum einzugehen.

Eine wichtige Erkenntnis des Abends nehmen sie mit: Nachhaltiges Fliegen ist schon jetzt technisch möglich – wenn alle bereit sind, ein paar Euro mehr dafür zu bezahlen. Und Alexander Klimek arbeitet mit seinen Teamkolleginnen und -kollegen daran, aus allen Alternativen die optimalste Lösung dafür zu finden.

Bericht: Gabriele Ebel, 4. September 2026

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