Magdeburg, 14. Juni 2010
Preis für den wissenschaftlichen Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft
Otto-Hahn-Medaille für Dr. Mykhaylo Krasnyk
Im Rahmen der Jahresversammlung der Max-Planck-Gesellschaft in Hannover
wird Mykhaylo Krasnyk, Wissenschaftler am Max-Planck-Institut Magdeburg,
am 16. Juni 2010 die Otto-Hahn-Medaille für den wissenschaftlichen
Nachwuchs der Max-Planck-Gesellschaft verliehen. Die Auszeichnung ist mit
einem Preisgeld von 5.000 EUR verbunden.
Mykhaylo Krasnyk wird damit für seine Arbeiten zur nichtlinearen numerischen
Analyse verfahrenstechnischer und energietechnischer Prozesse
ausgezeichnet. Mit diesem Thema hatte er 2008 an der Fakultät für
Elektrotechnik und Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität
Magdeburg in Kooperation mit dem Max-Planck-Institut Magdeburg mit
Auszeichnung promoviert.
Innovative verfahrenstechnische, biotechnologische und energietechnische
Prozesse sind häufig gekennzeichnet durch komplizierte Wechselwirkungen
unterschiedlichster physikalischer und chemischer Phänomene. Um diese
Wechselwirkungen detailliert quantitativ zu erfassen und zu verstehen, sind
aufwändige mathematische Modelle erforderlich.
Mykhaylo Krasnyk hat in seiner Arbeit die Software DIANA (Dynamic sImulation
And Numerical Analysis tool) entwickelt, die die Analyse solcher Modelle in sehr
allgemeiner und weitgehend automatisierter Form gestattet.
“Herr Krasnyk hat mit dem Programm DIANA eine Software ... geschaffen, die in
ihrer Leistungsfähigkeit deutlich über das hinausgeht, was vergleichbare
Simulationsprogramme derzeit bieten.”, so Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle, Betreuer
der Promotionsarbeit, in seinem Empfehlungsschreiben an die Max-Planck-
Gesellschaft.
Als herausfordernde Anwendungsbeispiele hat Mykhaylo Krasnyk
Hochtemperaturbrennstoffzellen zur dezentralen Energieerzeugung sowie
Kristallisationsprozesse betrachtet. “Mit Hilfe der von Herrn Krasnyk
entwickelten Methoden wurden fundamentale neue Einsichten in das
dynamische Verhalten dieser Prozesse gewonnen.” Die Erkenntnisse lassen
sich auf vielfältige Weise für eine verbesserte Gestaltung und Betriebsweise der
betrachteten Prozesse nutzen.
Über Dr. Mykhaylo Krasnyk
Mykhaylo Krasnyk wurde 1982 in Donezk, Ukraine, geboren. Von 1998 bis 2002
studierte er im Bachelor-Studiengang Rechneringenieurwesen an der
Nationalen Technischen Universität Donezk.
Im Rahmen eines Stipendiums des
Kompetenznetzes Verfahrenstechnik PRO3 hielt er sich von 2002 bis 2003 am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg
auf.
Im Jahr 2004 schloss Mykhaylo Krasnyk sein Master-Studium auf dem Gebiet
Computersysteme und Netzwerke an der Nationalen Technischen Universität
Donezk ab. Von 2004 bis 2008 promovierte er am Max-Planck-Institut
Magdeburg.
Seit November 2008 forscht Mykhaylo Krasnyk im Rahmen des BMBF Verbundprojektes
SimPaTurS an der gekoppelten Simulation von
Partikelpopulationen in turbulenten Strömungen am Lehrstuhl für
Automatisierung / Modellbildung an der Fakultät für Elektro- und
Informationstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Dr. Mykhaylo Krasnyk.
Über die Otto-Hahn-Medaille
Die Otto-Hahn-Medaille wird seit 1978 einmal im Jahr von der Max-Planck-
Gesellschaft an hervorragend qualifizierte junge Wissenschaftlerinnen und
Wissenschaftler vergeben. Damit werden herausragende Leistungen aus ihrer ersten
Schaffensperiode gewürdigt und sie ermutigt, ihre Karriere in der wissenschaftlichen
Forschung fortzusetzen.
Die Institutsleitungen der Max-Planck-Institute sind von der
Max-Planck-Gesellschaft aufgefordert, jährlich einen besonders befähigten
Nachwuchswissenschaftler vorzuschlagen. Die dem Vorschlag zugrunde liegende
Arbeit muss vor Vollendung des 30. Lebensjahres abgeschlossen sein.
Die Otto-Hahn-Medaille wird jährlich an höchstens 40 Nachwuchswissenschaftler verliehen
und ist mit einem Anerkennungsbetrag von 5.000 EUR verbunden. Seit 1978 wurden
zirka 748 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit der Otto-Hahn-Medaille
ausgezeichnet.
Ihr Kontakt zum Max-Planck-Institut Magdeburg
Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle
Prozesssynthese und Prozessdynamik
Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme
Sandtorstraße 1
D-39106 Magdeburg
Tel: +49-391-6110-380
Fax: +49-391-6110-515
E-mail: kienle@mpi-magdeburg.mpg.de
Gabriele Krätzer M.A.
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme
Sandtorstraße 1
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Fax: +49-391-6110-518
E-mail: kraetzer@mpi-magdeburg.mpg.de