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Max-Planck-Institut für
Dynamik komplexer technischer Systeme

Sandtorstraße 1
39106 Magdeburg

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E-Mail: info@mpi-magdeburg.mpg.de

Profil

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Die Naturwissenschaften bilden den traditionellen Schwerpunkt der Max-Planck-Gesellschaft.

Primäre Aufgabe naturwissenschaftlicher Forschung ist es, zu einem besseren Verständnis der Natur beizutragen. Die Ingenieurwissenschaften machen sich diese Erkenntnis zunutze und erarbeiten Methoden und Werkzeuge, mit deren Hilfe technische Systeme in gewünschter Weise gestaltet werden können. Trotzdem lassen sich auch die Ingenieurwissenschaften nicht mehr als reine Anwendungsdisziplin verstehen. Es hat sich längst herausgestellt, dass auch in diesem Bereich Bedarf an Grundlagenforschung – an langfristig ausgerichteten grundlegenden Untersuchungen – besteht: In der chemischen Industrie wird beispielsweise versucht, den Forderungen nach erhöhter Sicherheit, verbessertem Umweltschutz und größerer Effizienz durch verstärkte Vernetzung einzelner Anlagenteile zu begegnen – Produktions- und Verarbeitungsprozesse weisen deshalb zunehmend komplexen Charakter auf. Auch die Nutzung biologischer Vorgänge in der Biotechnologie hat ein komplexes und deshalb schwer zu durchschauendes Prozessverhalten zur Folge. Ganz ähnlich Fragestellungen liefern auch die Mikro- und Nanoelektronik/-technologie.

Um solche komplexen Prozesse verstehen und weiterentwickeln zu können, müssen sich die Ingenieurwissenschaften in stärkerem Maße mit den naturwissenschaftlichen und mathematischen Grundlagen dieser Prozesse auseinandersetzen. Strategien zur sicheren Beherrschung und zum optimalen Betrieb komplexer Prozesse lassen sich nur durch Einbindung und Nutzung neuer Methoden der System- und Informationstheorie finden.

Ingenieurwissenschaftliche Grundlagenforschung ist deswegen notwen­digerweise interdisziplinär. Ihr Anspruch weist ihr eine Brückenfunktion zwischen Naturwissenschaften und industrieller Anwendung zu. Diese Mittlerrolle lässt sich im traditionellen Umfeld ingenieurwissenschaftlicher Forschung, den Labors technischer Hochschulen und großer Industrieunternehmen, nur unvollständig gerecht werden. Aus diesem Grund beschloss die Max-Planck-Gesellschaft 1996 mit der Gründung des Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme die Einrichtung des ersten ingenieurwissenschaftlichen Max-Planck-Instituts.

Im weiteren Verlauf zeigte sich immer deutlicher, dass die Sprache, in der die Grundlagen der untersuchten Prozesse formuliert werden, die Mathematik ist. Mit ihrer Hilfe lässt sich deren Analyse und Optimierung erst für Computersimulationen aufbereiten. Dies führte 2010 in Nachfolge der auslaufenden Abteilung des Gründungsdirektors zur Einrichtung einer mathematisch-numerisch orientierten neben den drei ingenieurwissenschaftlichen Abteilungen.

 
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