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Experten für Metaproteomik tagen am 8. und 9. Februar 2016 am Max-Planck-Institut Magdeburg

Proteine analysieren und klassifizieren: Für ein besseres Verständnis mikrobieller Gemeinschaften in Medizin und Umwelt

29. Januar 2016

Vom 8. bis 9. Februar 2016 treffen sich rund fünfzig Experten und Nachwuchswissenschaftler am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme in Magdeburg zu einem Symposium über die Metaproteomik, der Proteinanalytik mikrobieller Gemeinschaften. Die Forscher tauschen sich über Fortschritte und Anwendungen des Forschungsgebiets in den Bereichen Medizin und Umwelttechnik sowie zu aktuellen Fragestellungen der Bioinformatik und Modellierung aus.

Dr. rer. nat. Dirk Benndorf, Mitarbeiter am Lehrstuhl Bioprozesstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, bei der Analyse der mikrobiellen Proteine. Vor der massenspektrometrischen Identifizierung werden die Proteine (blaue Banden im Gel) mittels Gelelektrophorese nach ihrer Größe getrennt. Bild vergrößern
Dr. rer. nat. Dirk Benndorf, Mitarbeiter am Lehrstuhl Bioprozesstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, bei der Analyse der mikrobiellen Proteine. Vor der massenspektrometrischen Identifizierung werden die Proteine (blaue Banden im Gel) mittels Gelelektrophorese nach ihrer Größe getrennt. [weniger]

Mikrobielle Gemeinschaften finden sich überall auf der Erde, beispielsweise im menschlichen Körper, im Erdreich oder in der Biomasse von Kläranlagen und Biogasanlagen. Um die Funktionsweise und das Zusammenspiel von mikrobiellen Gemeinschaften untersuchen zu können, wurde der Wissenschaftszweig der Metaproteomik als Ergänzung zur Metagenomik entwickelt.

Das Forschungsgebiet ist analog zur Genomik (Entschlüsselung der Gene, des Bauplanes eines Organismus) und zur Proteomik (Entschlüsselung der Proteine und Untersuchung von Funktion und Zusammenspiel dieser "Nano-Bauteile" und "Nano-Maschinen" einer Zelle) aufgebaut. In den vergangenen zehn Jahren ist dieses Forschungsgebiet enorm gewachsen und hat der Wissenschaft bereits zu einem besseren Verständnis komplexer mikrobieller Gemeinschaften und ihrer Bedeutung für Gesundheit und Umwelt verholfen.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg und des Instituts für Verfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben neben experimentellen Verfahren im Labor eine spezielle Software mit dem Namen MetaProteomeAnalyzer entwickelt. Diese ermöglicht es neben der üblichen Identifikation der mikrobiellen Proteine, eine phylogenetische und funktionelle Klassifizierung durchzuführen. Dadurch können die Forscher den Beitrag einzelner Organismen zur Funktion der mikrobiellen Gemeinschaft ermitteln.

Neben zahlreichen Vorträgen renommierter internationaler Wissenschaftler wird auf dem Symposium ein Workshop zur Einführung in die Bedienung dieser Software angeboten.

 
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